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Köln-Alteburg

Aufnahme des Straßenschildes "Im Römerkastell" in Köln-Alteburg - ein Hinweis auf das römische Flottenlager vor Ort.
Bild:

Der Straßenname "Im Römerkastell" weist wie die Nachbarstraße "Auf dem Römerberg" auf das römische Flottenlager hin.

Flottenlager der Classis Germanica

Etwa von 10 bis 270/280 n. Chr. befand sich im heutigen Stadtteil Köln-Marienburg (früher Alteburg) das einzige Flottenkastell am Niedergermanischen Limes. An baulichen Strukturen sind neben der früheren Holz- und späteren Steinumwehrung auch die Lagerstraßen, die Mannschaftsbaracken und das Stabsgebäude sicher nachgewiesen. Ein großer Teil der Befunde ist durch die günstige Bebauungssituation bis heute erhalten. Die günstige Lage des Flottenlagers auf einer hochwasserfreien Terasse ist so noch heute nachvollziehbar.

Zugänglichkeit: öffentlich und privat

Hinweis: 
Die Fundplätze der UNESCO-Welterbestätte Niedergermanischen Limes (NGL) zeichnen sich alle durch eine sehr gute Erhaltung aus. Die archäologischen Strukturen liegen in der Regel geschützt im Boden und sind nur vereinzelt obertägig sichtbar. Bisher gibt es nur an wenigen Plätzen ein Informationsangebot, das über die Geschichte und Bedeutung des Ortes informiert. Eine flächendeckende Erschließung der Fundplätze durch Vermittlungs- und Präsentationsangebote ist jedoch in Vorbereitung.

Römer-Highlights in Nordrhein-Westfalen

Abschnitte Agrippastraße

Römerstraße, Lechenich
50374 Erftstadt
Deutschland

Übergänge der Agrippastraße am Rotbach mit Brandgräbern sowie an der Erft, Abschnitt Agrippastraße in Erftstadt.

N 50°47'52" E 6°47'35"
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Römischer Steinbruch

Katzensteine, L 61, Katzvey
53894 Mechernich
Deutschland

Spuren römischen Sandsteinabbaus ab dem 1. Jh. nach Christus im Sandstein-Ensemble "Katzensteine"

N 50°36'3" E 6°41'2"
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Eckturm Stadtmauer ("Römerturm")

Zeughausstr. 13
50667 Köln
Deutschland

Fast vollständig erhaltener nord-westlicher Eckturm der Stadtmauer; das Mauerwerk besteht aus verschiedenfarbigen Ornamenten

N 50°56'27" E 6°56'48"
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Wachtturm (Rekonstruktion)

Am Reckberg, Grimlinghausen
41468 Neuss
Deutschland

Ende des 19. Jahrhunderts legte der Neusser Archäologe Constantin Koenen auf dem Reckberg die Fundamente eines Wachturms frei, der den Römern wohl auch zur Übermittlung von Signalen gedient hatte. 1991 errichtete man unweit dieser Fundstelle eine Rekonstruktion des Bauwerks.

N 51°10'13" E 6°46'40"
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Römerpark Bergkamen / Stadtmuseum Bergkamen

Am Römerberg 1
59192 Bergkamen
Deutschland

Der Römerpark Bergkamen bietet mit der Rekonstruktion eines Teilabschnittes der Holz-Erde-Mauer, der Römerabteilung im nahegelegenen Stadtmuseum und dem Archäologischen Lehrpfad zu den wichtigsten Fundstätten des Römerlagers, einen hervorragenden Einblick in die bedeutende römische Geschichte der Stadt Bergkamen und der gesamten Region.

N 51°36'53" E 7°35'6"
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Abschnitt Via Belgica, römische vici, Straßenstation

L 136
52457 Aldenhoven
Deutschland

Vier Kilometer langer Abschnitt der römischen Via Belgica durch das heutige Aldenhoven, der exakt dem antiken Straßenverlauf entspricht.

N 50°52'43" E 6°14'6"
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Römische Grabkammer in Köln-Weiden

Aachener Straße 1328
50859 Köln-Weiden
Deutschland

Mitten in Köln-Weiden (Aachener Straße 1328) liegt einer der größten archäologischen Schätze Nordrhein-Westfalens: eine römische Grabkammer. Seit der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. bestattete dort eine reiche Gutsfamilie ihre verstorbenen Angehörigen. Lange Zeit war die Grabkammer nicht zugänglich - erst seit Juli 2019 ist sie als Teil eines attraktiven Lern- und Erlebnisortes eröffnet worden und kann besichtigt werden.

1843 eher zufällig bei Ausschachtungsarbeiten entdeckt zählt das Weidener Römergrab heute zu den besterhaltenen und eindrucksvollsten Grabanlagen aus römischer Zeit nördlich der Alpen. Es zeigt einen Großteil seiner originalen Ausstattung – Antike pur. Die unterirdische Grabkammer würde auch in Rom etwas Besonderes sein.

Die Grabkammer gewährt vielfältige Einblicke in die Jenseitsvorstellungen, das Bestattungswesen, den Totenkult und die Grabkunst der Römer. Sie öffnet die Tür ins Reich der Toten, erzählt aber auch viel über die Lebenden.

Besucher erwartet ein einzigartiger Raumeindruck mit emotionaler Faszination verstärkt durch das geheimnisvolle, fast magische Dämmerlicht, das durch die Öffnung im Boden des aufgesetzten Schutzbaus einfällt.

Und auch das ist die Grabkammer in Weiden: eines der frühesten Zeugnisse staatlicher Denkmalpflege in Deutschland. Die Wiederherstellung und Sicherung des archäologischen Befundes, die Errichtung eines Schutzbaus darüber und eines Wärterhauses gleich nebenan durch die preußische Provinzialverwaltung, seine öffentliche Präsentation und Zugänglichkeit im Jahre 1848 sind noch heute – gut 170 Jahre danach – beispiellos. Zudem ist das gesamte Ensemble mit keinem Geringeren als mit dem ehemaligen Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner verbunden.

N 50°56'19" E 6°49'28"
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Kalkbrennerei Iversheim

Kalkarer Weg
53902 Bad Münstereifel-Iversheim
Deutschland

Das fast 2000 Jahre alte Zeugnis der römischen Massenproduktion von Kalk in den Iversheimer Kalkmanufakturen der Antike ist in seiner Art und Größe eine europäische Rarität

N 50°35'14" E 6°46'19"
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Radroute „Via Romana“

Wirtschaft, Tourismus & Marketing Stadt Kleve GmbH
Minoritenplatz 2
47533 Kleve
Deutschland

Die ca. 260 km lange Route „Via Romana“ Rad-Touristen durch 2.000 Jahre Geschichte, entlang der niederrheinischen Naturlandschaften, vorbei an mittelalterlichen Stadtkernen, sehenswerten Museen bis hin zu Parkanlagen und Schlössern. Startpunkte sind die ehemaligen Römersiedlungen Ulpia Noviomagus Batavorum – heute Nijmegen, die älteste Stadt der Niederlande – und die Colonia Ulpia Traiana bei Xanten.

N 51°47'52" E 6°8'39"
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Vicus Thorr/Tiberiacum

Römerstraße 47
50127 Bergheim
Deutschland

Römische Straßen-Siedlung des 1./2. Jahrhunderts mit Abfallgruben, Brunnen und einem Grabbezirk. Außerdem lag wohl ein Heiligtum in der Nähe.

N 50°56'16" E 6°38'1"
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Alle Limeskommunen in Nordrhein-Westfalen
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